Bio- und Ökologische Massivholzmöbel

Unsere Massivholzmöbel sind:

  • stabil, langlebig und dauerhaft (siehe auch: "Qualität unserer Möbel")
  • massiv Holz aus nachhaltigem, zertifizierten Anbau
  • vollständig von uns in Spenge hergestellt
  • natürlich geölt
  • Schadstoffgeprüft durch die LGA Nürnberg

 Was ist eigentlich ein bio- und ökologisches Holzmöbel?

Natürlich gibt es Zertifikate, die so etwas suggerieren. Wir sind ja auch FSC-zertifiziert, nutzen nur aus Verwaltungs Gründen dieses Siegel marketingtechnisch nicht.
Unser Strom kommt schon immer von Naturstrom, wir heizen mit unseren Holzspänen und lassen für den Rest seit vielen Jahren monatlich mindestens 200 Bäume pflanzen.
Das von uns verwendete Holz kommt aus nachhaltigher Forstwirtschaft aus Europa mit recht kurzen, direkten Weg zu uns (also auch nicht mit dem, bei deutscher Buche bspw. üblichen, Umweg über China, welches dann trotzdem ein schönes Siegel trägt und bei dem am Massivholzmöbel ein wunderbares Schild hängt "Holz aus Deutschland", was ja nicht gelogen ist).
Die von uns verwendeten Beschläge werden von Hettich, ein Steinwurf von uns entfernt, bzw. in Österreich hergestellt. Auch unser Holzöl stammt aus Österreich aus Co2 freier, nachhaltiger Fertigung.
 
Aber all diese Mühen und Zertifikate sind wertlos, wenn ein Möbel nur kurz genutzt wird. Billigmöbel sei Dank, ist ein Möbel in der heutigen Zeit zu einem Wegwerfprodukt degeneriert. Ein ökologischer Frevel, ein Wahnsinn. Das Fällen eines Waldes ist immer ein schädlicher Eingriff in die Natur, von dem ein Wald mit all seiner Biomasse, all den Klein- und Kleinstlebewesen, den Pilzen usw., sich nur über sehr viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte erholen muss. Da nutzen auch sämtliche Zertifikate nichts. Dazu verbraucht die Fertigung und der Vertrieb von Möbeln Ressourcen, und wenn diese auch möglichst nachhaltig sind.
Wirklich nachhaltig, wirklich ökologisch ist ein Möbel erst dann, wenn es sehr, sehr lange genutzt wird. Nicht nur ein paar Jahre, sondern mehrere Jahrzehnte, am Besten Jahrhunderte.
Dazu ist es notwendig, daß ein Möbel stabil und recht einfach wieder aufzuhübschen ist. Weiterhin muss das Möbel maximal flexibel sein, damit es sich unterschiedlichen Räumlichkeiten und Nutzungsbedürfnissen anpasst.
So sind unsere Massivholzmöbel, allen voran natürlich unser Würfli. Eben genau aus diesem Grund sind unsere Möbel ökologisch. Das mit dem minimierten ökologischen Fußabdruck und all diesen netten Zertifikaten ist gut und schön, aber wirklich wesentlich ist die Nutzungsdauer.
 
Was ist mit biologisch?
Nun, offenporige (also unbehandelte bzw. geölte) Massivholzmöbel wirken sich positiv auf die Gesundheit von Menschen aus, nachzuweisen in Blut- und Urinwerten und der Herzfrequenz. Das wurde durch die TU Villach wissenschaftlich erforscht und nachgewiesen. Für lackierte Möbel bzw. solchen aus Spanplatte & Co. gilt das übrigens nicht, eher im Gegenteil. Im Grunde ist das eine Binsenweisheit, die jeder Mensch merkt. In einer Umgebung mit offenporigem Massivholz fühlt man sich wohl, genauso wie sich jeder Mensch in der Natur wohl fühlt.
Und ja, unsere Möbel bestehen aus gewachsenem, mit wasserlöslichem, formaldehydfreien Weißleim verleimtem Holz. Es kommt in offenen LKWs (also nicht in mit Giftgas begasten Überseecontainern) direkt zu uns. Unser Holzöl unterschreitet die EU-VOC Grenze um bis zu 100%. Wir lassen unsere Möbel regelmäßig durch die LGA auf Emissionswerte prüfen, und die Ergebnisse beweisen, daß unsere Möbel "schadstoffarm" sind.
 

Holz

Möbel dürfen nach DIN 68871 nur dann als massiv bezeichnet werden, wenn alle Teile aus der angegebenen Holzart hergestellt und nicht furniert sind. Nur bei den konstruktiven Teilen wie Rückwänden, Schubkastenböden und Schubkastenzargen werden Ausnahmen gemacht. Diese dürfen aus Sperrholz sein, alles andere ist ausnahmslos aus gewachsenem Holz zu fertigen.

Das ist bei uns der Fall.

Die Holzarten Buche, Eiche und Erle sind langsam wachsende, einheimische Laubholzarten.

Das von uns verwendete Holz stammt aus nachhaltiger zertifizierter Herstellung.

Die Wälder in Deutschland werden seit mehreren Jahrhunderten nachhaltig bewirtschaftet, gleichzeitig hat der deutsche Wald konstant Zuwachs. Weiterhin sind die Transportwege von meinen Lieferanten zu mir recht kurz. Das sind zwingende Gründe für mich, Holz aus Deutschland und angrenzenden Ländern zu kaufen.

Die Ursprungswälder unserer eingesetzten Hölzer stammen aus Regionen, welche von der Tschernobyl-Wolke verschont blieben, also keinesfalls aus der Ukraine und Weißrussland (die große Holzexporteure sind).

Unsere eingesetzten Holzplatten und das Sperrholz sind verleimt. Der dafür eingesetzte Leim ist der sog. "Weißleim", ein auf PVAC (Poly Vinyl Acetat) als Bindemittel basierender formaldehydfreier Dispersionsleim auf Wasserbasis. Der Leim ist durch das renommierte IFT Rosenheim zertifiziert.
 
 

Oberflächenbehandlung:

Wir verwenden ein natürliches, leinölfreies Holzöl der Fa. Complex (https://www.complex-farben.at/produkte/oele--wachse-innen/hartoel).
Nach zahllosen Versuchen über viele Jahre mit allen möglichen verschiedenen Holzölen von nahezu sämtlichen mehr und weniger namhaften Herstellern sind wir endlich bei diesem Hersteller gelandet. Dieses Holzöl bietet sehr guten Schutz der Holzmöbel, ist konsequent nachhaltig und ökologisch, besitzt sämtliche Zertifikate (Kinderspielzeugnorm, speichel- und schweißecht usw., es ist ja sogar lebensmittelecht!); Es ist nach dem Auftrag auf die Massivholzmöbel nach wenigen Tagen nahezu geruchslos und entzündet sich nicht selbst.
Ein perfekteres Holzöl kenne ich nicht.
 
Leinöl, welches die Basis nahezu sämtlicher Holzöle bildet, hat den großen Nachteil der Geruchsbildung. Zum Einen dauert es wirklich sehr lange, bis Leinöl vollständig ausgehärtet ist. Entsprechend lange riecht ein damit behandeltes Holzmöbel. Weiterhin kann der Aushärtungsprozeß bei Leinöl durch Luftabschluß unterbrochen werden; Dann wird das Massivholzmöbel ewig muffig riechen (das ist dieser typische muffige Geruch eines mit Leinöl behandelten Holzschranks, der einem entgegenschlägt, wenn man die Türen öffnet; Ein Trick, also "life hack" : ), um diesen Geruch zu eliminieren, geht übrigens so: Die Innenflächen des Holzschranks mit Schellack überstreichen.)
Auch aus dem Grund behandeln wir unsere Massivholzmöbel mit einem Holzöl, welches ohne Leinöl auskommt. Daher sind unsere massiven Holzmöbel nach ein paar Tagen nahezu geruchslos.

Nachbehandlung:

Grundsätzlich nutzt sich das Holzöl bei unseren Massivholzmöbeln nicht schnell ab, eine Nachbehandlung ist normalerweise erst nach vielen Jahren nötig, wenn überhaupt. Sollten aber irgendwann Gebrauchspuren zu erkennen sein, können unsere Möbel mit etwas Schleifpapier angeschliffen und ansatzlos mit handelsüblichen Holzölen nachgeölt werden.
 
 

Eine kleine Exkursion:

Lack vs. Holzöl

Lack versiegelt eine Holzoberfläche, so daß das Holz nur noch wenig atmen kann. Es kann also schlecht Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen und wieder abgeben.

Wird eine lackierte Oberfläche beschädigt, so kann sie nur schwerlich einigermaßen ordentlich repariert werden. Handelt es sich um ein paar oberflächliche Kratzer, dann fängt sich in diesen lediglich der Schmutz, was nur etwas unschön ist. Geht die Beschädigung tiefer, wird der Lack um die Beschädigung herum weiter abplatzen; Durch die beschädigte Stelle schneller eindringende Luftfeuchtigkeit beschleunigt diesen Prozeß.

Gucken Sie sich am Besten mal einen einige Jahre alte, lackierte Tischplatte im Sonnenlicht an. Grauslich.

Lackierte Oberflächen laden sich statisch auf, sie verhalten sich wie Kunststoff. Naja, Lack ist ja auch Kunststoff. Statische Aufladung bei Möbeln kann kein Mensch leiden, der Staubwischen muss.

Eine mit Ölen und Wachsen behandelte offenporige Holzoberfläche ist gegen Kratzer und Beschädigung ähnlich gut geschützt wie eine versiegelte und das Holz behält seine guten Eigenschaften. Zudem ist eine beschädigte geölte Oberfläche sehr einfach zu reparieren und sogar das komplette Möbel sehr einfach "runderneuerbar".

"Holz tötet Bakterien"

Geregelt in der DIN 68871:
".....massiv dürfen sich solche Möbel nennen, die in allen Teilen außer Rückwand und Schubkastenboden aus massivem Holz gefertigt und nicht furniert sind....."
Synonym: Vollholzmöbel.

Naturmöbel, Naturholzmöbel und Hygiene:

Eine neue, vom Technologischen Institut Kopenhagen durchgeführte Untersuchung weist nach, dass Schneidebretter aus Holz viel hygienischer sind als Kunststoffbretter.

Das Labor des Technologischen Instituts in Kopenhagen liefert nun einen bedeutsamen Beitrag zu der Debatte über Bakterien in unseren Lebensmitteln; Und hier gibt es gute Neuigkeiten für Holzliebhaber: Das Labor hat nämlich einige der unangenehmsten und gesundheitsschädlichsten Bakterien untersucht, die mit Salmonellen, Listeria und Milzbrand verwandt sind. Man hat die Überlebenschancen der Bakterien auf Schneidebrettern aus Massivholz bzw. Plastik und rostfreiem Stahl verglichen.

Zu Beginn der Versuche werden 10 Mio. Bakterien auf jedem der verschiedenen Schneidebretter ausgesetzt. Es zeigt sich dann, dass die Bakterien auf Schneidebrettern aus Plastik und rostfreiem Stahl deutlich bessere Überlebenschancen haben: Nach zwei Stunden leben auf den Plastik- und Stahlbrettern noch 300.000 bis 500.000 Bakterien, und selbst nach 5 Stunden lassen sich noch tausende von aktiven Bakterienspuren nachweisen.

Auf Holzschneidebrettern verschwinden die Bakterien hingegen in einem sehr hohen Tempo. Nach zwei Stunden sind 99,9% der Bakterien tot und in einigen Fällen ist schon nach einer Stunde keine Spur von Bakterien auf den Holzbrettern mehr zu finden. Auf Holz werden offensichtlich Bakterien getötet.

Hierdurch werden frühere Untersuchungen, die u.a. in den USA (Institut für Lebensmittel der Universität Michigan) und in Deutschland (Biologische Bundesanstalt Braunschweig) durchgeführt worden waren, bestätigt.

Massivholz ist seit tausenden von Jahren für die Aufbewahrung und Zubereitung von Speisen benutzt worden. Die neuesten Forschungsergebnisse bestätigen nun, dass das ureigene Material der Natur auch das am besten geeignete ist, wenn es um eine gute Hygiene geht.
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